Eine lautstarke Explosion schreckte am Sonntagabend gegen 22:45 Uhr die Anwohner im Peter-Christian-Hansen-Weg in Flensburg auf. In der Hausnummer drei war es im ersten Obergeschoss zu einer offenbar größeren Explosion gekommen. Fenster und Türen wurden durch die Druckwelle auf Straße und Hinterhof geschleudert. Fenster gingen zu Bruch, Feuer brach aus. Etliche Notrufe gingen nahezu gleichzeitig in der Leitstelle Nord ein. Diese löste Großalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Neben dem Löschzug der Flensburger Berufsfeuerwehr wurden auch die freiwilligen Feuerwehren Klues und Weiche alarmiert. Diverse Rettungswagen und mehrere Notärzte wurden ebenfalls angefordert.

Als die ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei den Einsatzort erreichten, drangen bereits dichte Flammen aus mehreren Fenstern des Gebäudes. Verletzte liefen den Einsatzkräften entgegen, weitere Bewohner des Hauses riefen an den Fenstern um Hilfe. Umgehend gingen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung und Personenrettung in das Gebäude. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht. „Wir mussten mehrere Bewohner mit der Drehleiter aus den oberen Stockwerken des Gebäudes retten“, so Einsatzleiter Kay Jürgensen, „insgesamt sechs Personen kamen mit Brandverletzungen oder Rauchgasvergiftungen in die Notaufnahme der Diako.“

Die Wucht der Explosion war so enorm, das auf der rückwärtigen Gebäudeseite Fester, Möbel und Einrichtungsgegenstände herausgeschleudert wurden, Kleidungsstücke hingen in den Bäumen. Auch auf der vorderen Gebäudeseite wurden Türen und Fenster durch die Druckwelle auf die Straße geschleudert. Mehrere parkende Autos wurden dabei beschädigt.

„Hauptsächlich sind drei Wohnungen betroffen“, berichtet Einsatzleiter Jürgensen“, die Ursache der Explosion lag wohl in der mittleren der drei sich im ersten Obergeschoss befindenden Wohnngen.“ Durch die starke Druckwelle wurden auch die beiden benachbarten Wohnungen schwer beschädigt. Was die Explosion ausgelöst hat, konnten am Abend weder Feuerwehr noch Polizei sagen. In der Wohnung, von der die Druckwelle ausging, sollen sich drei Personen aufgehalten werden. Zwei von ihnen wurden nach ersten Erkenntnissen schwer verletzt und sollten möglicherweise noch in der Nacht in Spezialkliniken geflogen werden.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Nach hinein hin. Beamte der Kriminalpolizei nahmen noch am späten Abend erste Ermittlungen zur Ursache auf. Neben den drei Wohnungen im ersten Obergeschoss wurden auch weitere Wohnungen teils erheblich beschädigt. Ob die darüber und darunter liegenden Wohnungen bewohnbar bleiben stand am Abend noch nicht fest.

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