By Sönke Rahn (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Liegt Flensburgs Wahrzeichen – der Salondampfer „Alexandra“ – bald fĂŒr ewig an der Kette? Geht es nach Verkehrsminister Dobrindts neuen Sicherheitsrichtlinien fĂŒr Traditionsschiffe, ist dies zumindest nicht ausgeschossen. Dazu darf es keinesfalls kommen! Die Bundestagsabgeordnete Sabine SĂŒtterlin-Waack und der CDU-Landtagskandidat Arne RĂŒstemeier fordern daher die RĂŒcknahme der Richtlinien durch den Bund. Gemeinsam haben sie das Thema bereits letzte Woche mit Frank Petry vom Historischer Hafen Flensburg gGmbH erörtert.

„Besonders problematisch sind die gesundheitlichen Anforderungen an die Seediensttauglichkeit fĂŒr die sichere Mindestbesatzung“, fĂŒhrt der HafenkapitĂ€n aus. „Die ÂŽAlexandra` verfĂŒgt nur ĂŒber maximal fĂŒnf KapitĂ€ne mit Traditionsschifferschein, von denen drei nur gelegentlich zur VerfĂŒgung stehen. Hier wirken sich die Richtlinien existenzgefĂ€hrdend fĂŒr das Schiff aus, selbst wenn die gesundheitlichen Anforderungen nur auf die Mindestbesatzung aus KapitĂ€n, stellvertretendem KapitĂ€n und Maschinist angewandt werden. Deshalb mĂŒssen die Anforderungen eindeutig gesenkt werden.“

Und RĂŒstemeier ergĂ€nzt: „Der aktuelle Entwurf nimmt zu wenig RĂŒcksicht auf die meist ehrenamtliche Betreuung von Traditionsschiffen. Die Besatzungen gelten in der Regel als erfahren, bestehen aber sehr hĂ€ufig oder meist aus Ă€lterem Personal mit entsprechenden gesundheitlichen EinschrĂ€nkungen. Dennoch verlangt man kĂŒnftig von Ihnen Gesundheitstests und teure Erste-Hilfe-Nachweise.“

Der Bundestagsabgeordneten geht es aber auch um die Traditionsschifffahrt insgesamt. „Flensburg hat eine bunte Tradition an maritimen Veranstaltungen wie das ‚Dampf Rundum‘, die ‚Rum-Regatta‘ oder die ‚Nautics‘. Zigtausende Besucher erfreuen sich dabei an alten Traditionsseglern oder Dampfschiffen“, hat sie jetzt erneut an Dobrindts StaatssekretĂ€r Ferlemann geschrieben. „Ich bitte Sie um Antwort, worin bitte der von Ihnen zitierte ‚ausreichende Spielraum‘ fĂŒr den Betrieb von Traditionsschiffen liegt, wenn diese mangels Personal nicht mehr betrieben werden können, weil ihre Seediensttauglichkeit beispielsweise wegen Bluthochdrucks nicht gegeben ist, oder weil schlicht das Geld fehlt fĂŒr die Erste-Hilfe-Attests, oder um die erforderlichen Umbauten vorzunehmen?

Arne RĂŒstemeier:

Im Interesse Flensburgs aber auch der wohl weltgrĂ¶ĂŸten Segelveranstaltung, der Kieler Woche, möchte ich Sie dringend bitten, die Richtlinien zurĂŒckzuziehen, damit die Möglichkeit zu geben, die genannten Änderungen einzuarbeiten, sowie in enger Zusammenarbeit mit den VerbĂ€nden GSHW und AGDM erneut zu beraten.“

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