Flensburg. Seit einigen Monaten ist die Zahl der Asylbewerber in Flensburg rückläufig. Dies hat dazu geführt dazu, dass die Stadt die Zahl der bestehenden Unterkünfte bereits reduziert hat, da der Bedarf an Wohnraum für Asylbewerber deutlich unter den vorhandenen räumlichen Kapazitäten liegt. Deshalb wurden insbesondere einige der im Zuge der stark steigenden Flüchtlingszahlen im Herbst 2015 zügig errichteten Unterkünfte bereits ausgemustert. Hierzu zählen die Schloßstrasse, die Unterkunft An der Reitbahn, das ehemalige JAW Am Dammhof sowie die Unterkunft in der Travestraße. Ende Mai soll nun auch der Standort auf der Exe aufgegeben werden, der ohnehin nur bis zum Herbst 2017 zur Nutzung vorgesehen war.

Derzeit leben noch 162 Personen in den Wohnmodulen auf der Exe. Diese werden künftig in vorhandene Unterkünfte in Weiche bzw. in freie Wohnungen im Stadtgebiet umziehen. Die Umzüge sind den Bewohnerinnen und Bewohnern in diesen Tagen angekündigt worden und werden eng von der Diakonie begleitet, die für die  Betreuung der Bewohner auf der Exe zuständig ist. Am heutigen Donnerstag ist außerdem eine Informationsveranstaltung für die Bewohnerinnen und Bewohner geplant, damit alle Fragen rund um die Umzüge geklärt werden können.

Die Module auf der Exe sollen ab Ende Mai vom dänischen Lieferanten zurückgebaut werden, so dass die Exe anschließend wieder für ihre ursprüngliche Nutzung als Veranstaltungsfläche und Parkraum zur Verfügung stehen kann.
Der Abbau von Überkapazitäten bei Unterbringungen für Flüchtlinge ist eine Aufgabe, die derzeit im ganzen Land Schleswig-Holstein ansteht und für die das Land Fördermittel zur Verfügung gestellt hat. Diese sollen nicht nur auf der Exe, sondern auch in der Kanzleistraße für einen Rückbau genutzt werden.

Als nächster Schritt ist vorgesehen, dass die vorhandenen Unterkünfte sukzessive deutlich verkleinert werden. Perspektivisch wird angestrebt in Flensburg keine Unterkunft mit mehr als 100 Geflüchteten zu belegen.

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