Ein Neubau des Flensburger Klinikverbundes auf gemeinsamem Grundstück ist für die CDU-Ratsfraktion deutlich das richtige Signal. „Ein Grundstück in drei Jahren baureif zu machen, das die Ansprüche an ein modernes Klinikum gewährleistet und gut erreichbar für die Flensburger und Bewohner der ganzen Region ist, schätzen wir als umsetzbar ein“, sagte CDU-Planungspolitiker Arne Rüstemeier in der Ratsdebatte am Donnerstag. Eine Standortentscheidung zu treffen, die das Ministerium vor November 2017 einfordert, sei jetzt vornehmliche Aufgabe aller Planungskräfte.

Für einen Krankenhausneubau würden nach Baukostenindex unter 250 Mio. Euro veranschlagt werden. Dabei sind allerdings auch Flensburger Besonderheiten zu berücksichtigen, die besondere Kosten verursachen können. Eine Standardabsenkung darf nicht Resultat des Neubaus sein.

In Aussicht gestellt wurden allerdings bereits 194 Mio. Euro an Fördermitteln des Landes. Rüstemeier: „56 Mio. Euro sind kein Pappenstiel, stellen aber nur gut 20% der Gesamtkosten eines Neubaus dar, der viele Vorteile birgt. Ich rechne damit, dass die Krankenhausförderung der Zukunft schnell um diesen Betrag entlastet wird, weil Synergien an einem gemeinsamen Standort greifen.“ Ein Großteil der Fördermittel für die Planungskosten werde zudem aufgebracht, um zunächst eine Bestandsaufnahme zu vollziehen. Dieses Geld könne bei einem Neubau entfallen.

Abschließend wiederholte Rüstemeier die Vorteile eines gemeinsamen Neubaus, die auch in der öffentlichen Veranstaltung der Stadtverwaltung am Dienstag von zahlreichen Fachleuten bestätigt wurden:

  • ca. Hälfte der Bauzeit (und damit weniger Belastung für Patienten, Mitarbeiter und Anwohner)
  • höhere Finanzmittelausnutzung (ca. 1/3 der Baukosten werden am jetzigen Standort benötigt: Abriss, Übergangslösungen mit Staub- und Lärmschutz, Anpassung von Brandschutz an bestehenden Gebäuden sowie höhere Baupreise durch engen Baustellenbetrieb)
  • Optimale Planungsvoraussetzungen
  • Patientenversorgung kann bis zur Fertigstellung störungsfrei (für Patienten, Mitarbeiter, Besucher) in den aktuellen Strukturen weiterlaufen
  • reibungsloser Umzug
  • zukunftsweisender Bau, optimale Behandlung, moderne Ausstattung, kurze Wege
  • Berücksichtigung von Neuerungen der Medizin, neue Behandlungsverfahren
  • frei gezogene Premiumflächen auf der westlichen Höhe (Baugrundstücke können Finanzierungslücken senken)
  • gute Anbindung auch für die Region (Infrastruktur, Landemöglichkeit)
  • keine Wege- Fahrtkosten für die jährlich rund 5.000 Transporte zwischen den Häusern
  • alle Disziplinen unter einem Dach
  • Synergien bei der Verwaltung
  • kurze Wege für Konsile
  • wirtschaftliche Stationsgrößen
  • Umsetzung der Vorgabe des Landes: ambulant vor teilstationär, teilstationär vor stationär – Ausbau von Tageskliniken

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