Ab einem gewissen Alter werden die Ausflüge ins Nachtleben selten. Umso interessanter sind aber die Erkenntnisse, die man aus einer solchen Nacht gewinnt.

Angefangen hat es im Bowlingcenter in der roten Straße. Gemütlich wie das heimische Wohnzimmer, nicht so wühlig und laut wie die Boa. Und – das ist erfreulich – ohne nervige Animation. Ein neuer Betreiber hat das Ruder übernommen, und gleich ordentlich umgestaltet und modernisiert. Dies schlägt sich allerdings auch im Preis nieder, denn mit „günstigen“ Getränkepreisen wird hier kein Blumentopf mehr gewonnen. Aber es macht Spass, besonders wenn es ab 21 Uhr heisst: Disco Bowlen.

Nach 3 anstrengenden Stunden gehts dann weiter. Wie früher die Stadt von Süden nach Norden durchqueren, immer auf der Suche nach der nächsten Location. Es fällt sofort auf, dass um diese Zeit (00.00 Uhr) nicht viel los ist. Ein paar Betrunkene hier, ein paar Partygesänge dort. Der nagende Hunger lässt einen Zwischenstop bei Mc Donalds als unvermeidlich erscheinen. Es empfängt uns laute Musik und ein komplett verdreckter Gastraum. Dieses Bahnhofsfeeling ist nicht das, was man normalerweise bei Mc Donalds erwartet.

Und weiter gehts – ab in die Dunkelheit. Nachdem wir den Irish Pub hinter uns gelassen haben ist Schluss. Wo früher Horden von Menschen eine große Auswahl ein Kneipen vorgefunden haben ist nichts mehr zu sehen. Verfallende Bauten, hinter dem ehemaligen Sunny sind die Tage des Speichers längst gezählt. Auch der berüchtige Störtebeker hat seine Pforten längst geschlossen. Was nun?

Vom Phono haben wir viel Gutes gehört – das Einlassverbot für unter 25jährige verspricht zumindest ein gewisses Niveau. Auf der Webseite machen die Betreiber keinen Hehl daraus, dass auf das Erscheinungsbild der Gäste Wert gelegt wird.

Dresscode: Sportlich elegant.

Was bedeutet das?
Die Herren tragen lange Hosen oder Jeans, Anzug, Hemd oder Shirt, dunkle Schuhe sind gerne gesehen.
Nicht notwendig ist eine Krawatte.
Die Damen tragen Jeans, Shirt, Kleid oder Rock, Bluse – gerne elegant, nicht unbedingt Businesslook,
modische Akzente sind natürlich erlaubt!
„Olle Schuhe“, „ranzige Shirts“, kurze Hosen und Baggy Pants sind tabu.
Generell achten wir auf einen gepflegten Gesamteindruck. (Quelle: http://www.phono-flensburg.de/dresscode.html)

Die unbeholfene Umschreibung für einen Freifahrtschein, das Hausrecht auf eine ganz gewöhnliche Nasenfaktor-Routine herunterzubrechen.

Und gerne haetten wir vor unserem gestrigen Besuch auf die Seite geschaut. Denn auch dann haetten wir uns so gekleidet, wie wir gestern dann vor der 2Meter Autorität in Form eines Türstehers standen. Jene Autorität die süffisant lächelnd verkündete, dass wir  nicht ins Phono passen würden. Eine Nachfrage (schließlich möchte man es beim nächsten Mal besser machen) wurde mit den Worten „Weil ich es sage“ abgeschmettert. So verschafft man sich vielleicht ein elitäres Image, aber seriös kommt es keinesfalls rüber.

Und so verkümmerten 2 Meter zu einem kleinen Häufchen Macht, während wir – ordentlich gekleidet – noch ein paar Drinks im Irish Pub zu uns genommen haben.

Aber es ist nicht mehr das Flensburg der letzten Jahrzehnte. Man könnte fast sagen: Die Stadt liegt in ihrem letzten Party-Zügen.

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34 Kommentare auf "Flensburger Nachtleben – hui und pfui… ein Gastkommentar"

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Daniel Marx
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Die Küste ist schon ewig nicht mehr das,was es mal war sad

Cornelia Bingöl
Gast
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Schade um der Flensburg Küste es war ein mal lustig aber die zeit bekommen unsere Jugend nicht mehr zu erleben …

Anja Dehne
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Was hatten wir damals bloß Spaß an der Küste… Eine Kneipe nach der anderen u. dann Open end im Sonny grin Bin stolz ein Teil davon gewesen zu sein wink

Pointers Flensburg
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Na dann nächstes mal ins Lord Nelson …

Martin Mar
Gast
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100% wahr!!!

Selina MiezeKatz
Gast
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und was sollen „olle schuhe“ sein? Ich habe gehört die Chucks seien tabu. Dabei sind es doch sportliche Schuhe?1

Ronja Toretto
Gast
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Absolut richtig beschrieben!

Mary-lin Monroe
Gast
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Die Türsteher in Flensburg kannste so oder so fast ausnahmslos „knicken“ selbst im Phono meinen sie hin und wieder mit einem erwachsenen – und zu allem nüchternen – Menschen zu sprechen als sei er der letzte Heckenpenner, herzlichen Dank sage ich da und weiss wieder warum ich auch lieber Bowlen gehe – anstatt, einer Leidenschaft, dem „abtanzen“ nachzugehen

Bettina Koffmane-Hornburg
Gast
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Früher war wirklich überall was los.War eine tolle Zeit.

Michael Ne
Gast
Member

Früher konnte man hier noch richtig Party machen, sich einfach nur die Küste entlang hangeln, bis es Zeit war, den Heimweg anzutreten. Heute bleibt man besser gleich zu Hause wink

Nici Boysen
Gast
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Mein geliebtes Sunny :'( schön war es da <3 wird auch nie wieder ein laden so wie dieses . Diese Familiäre Atmosphäre war einzigartig smile

Sabrina Höft
Gast
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Es gibt ja auch fast nichts mehr wo man hin gehen könnte… Die ganzen guten Läden die uns von früher noch was bedeutet haben sind fast alle geschlossen. Zudem fehlt dem Flensburger Nachtleben auch die Gemütlichkeit.Ich finde man sollte mehr für die Flensburger Innenstadt tun und dies gilt nicht nur fürs Nachtleben.!

Michaela Schlue
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ja ja die alten Zeiten !!

Sasa Flensburg Sasa Flensburg
Gast
Member

Wir lesen das hier gerade….und hören die gleichen Aussagen oft von vielen Gästen,…..die Entwicklung ist traurig aber es gibt einen Laden der über all die ganzen Jahre sich hat nicht verbiegen lassen ….WIR sind wie WIR sind…..gemütliches Tanzlokal….gepflegte Getränke und viel Spass und gute Laune bei uns im S A S A …..also ! wer was in der Szene aus alten Zeiten vermisst….. kommt zu UNS….SASA WIR SIND KULT !!! Freitag und Samstag am 22:00 Uhr

Thomas
Gast
Member
Thomas

Küste ist tot, Flensburg nicht. Die Veranstaltungen abseits des Mainstream haben’s jedes Mal in sich!

Marlis
Gast
Member
Marlis

Euer Problem ist, dass selbst in der DDR beim ausgehen in Berlin auf Kleidung geachtet wurde und sich die meisten schick gemacht haben.
und durch Alkohol entstand genügend Schaden. mehr haben wir damals auch nicht gebraucht und mehr brauchen wir nicht. Mehr ist verpönt. Geht lieber ins Pub. Oder doch lieber in den Swingerclub?
Wir suchten Bindung und NIE POLYGAM.
Ihr habt nicht auf Helmuth Schmidt gehört MODEN! Beklagt Euch nicht, was aus unserer Gesellschaft geworden ist.

unbekannt
Gast
Member
unbekannt

im phono gibts aber das beste koks am tresen, für die kenner

Mo
Gast
Member
Mo

Da lässt einer seinen Frust aus… Ja genau, ganz viel koks und Nutten am phono Tresen… Lächerlich!

Conny Petersen
Gast
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Stimmt immer wieder gut.

Melli
Gast
Member
Melli

Das kann ich glatt so unterschreiben. Wo ist der Küstenflair von Damals. Da wusste man manchmal gar nicht wo man morgens überall feiern soll! Und jetzt das, trostlos. Phono ist wirklich gut, aber der Türsteher (der warscheinlich nicht mal weiß wie man Dresscode schreibt) geilt sich daran auf zu entscheiden wer rein darf und wer nicht. Herlich zu sehen wie einige ihm deshalb in den Arsch krichen und im Fahrstuhl schon wieder über ihn lachen….aber Amsonsten ist das Phono aktuell noch a feiertauglichsten wink

Tino Hansen
Gast
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und der groggkeller ist und bleibt mein lieblingsladen nette menschen amüsante tanzeinlagen einiger partygänger nettes personal und jahr für jahr keine schlimme veränderung … !

Angela
Gast
Member
Angela

unsere letzte station war häufig das journal. meine güte war das immer voll morgens um 5 oder 6…………die erinnerung lebt weiter sad

lin_anderson
Mitglied
Member
lin_anderson

Ich sag nur Bauernfrühstück.

unbekannt
Gast
Member
unbekannt

dafür gibt es das beste koks im phono

kugelschreiber
Gast
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kugelschreiber

klingt als wenn jemand sauer ist, dass er nicht hineingelassen wurde

Karla kolumna
Gast
Member
Karla kolumna

Gastkommentar?! Aus einer missglückten Kolumne über das Flensburger Nachtleben wird ein versteckter Beschwerdebrief, ala flensbook. Die Einlasskontrollen haben ihre Berechtigung. Entweder man hält sich an den Wunsch des Veranstalters oder man muss eben woanders hin gehen. Kein Grund beleidigt zu sein. „Phono pfui“ ist eine Frechheit und lässt aus journalistischer Sicht an der Seriosität dieser Seite zweifeln.

Caro
Gast
Member
Caro

Jaja, früher war ja alles besser. gleich beschweren wir uns noch über die Jugend heutzutage und wir können uns gleich einen „Ich bin auf der anderen Seite von 25 – So ne Kacke“ Stempel auf die Stirn drücken lassen. Ich amüsier mich wirklich smile

M. Friedrich
Gast
Member
M. Friedrich

Dass Türsteher ein Hausrecht ausüben steht außer Frage. Dass allerdings Unmut aufkommt, wenn man ohne nachvollziehbare Begründung abgelehnt wird auch.

Man will bei der Abendplanung ja schließlich nicht auf eine 50% Chance bauen, vielleicht ins elitäre Phono reinzukommen grin

Jan Bublitz
Gast
Member

Kann mich gut an meine Standardtour erinnern. Ins House bis zum Ende, im Journal warten bis das Sunny wieder aufmacht und zum Abschluss Pappas

Dario
Gast
Member
Dario

Lächerlich! Was will der Autor uns damit sagen?
Das Phono ist scheiße weil ich nicht rein gekommen bin? Klingt ein wenig wie bei einem 5-Jährigen. Was steht sonst noch in seinem pseudo journalistischen Artikel?!?
Boa ist doof, dann doch lieber in der Roten Straße Bowlen?

Achja, und früher war alles besser! Ja Wunderbar, also ich lebe im hier und jetzt und schaue nach vorn!
Und mir gefällt Flensburg super. Klar sind Türsteher nicht immer einfach, aber das ist überall so. Und ich mag gerade das Phono weil man mit Mitt 30er feiern gehen kann, ohne sich alt zu fühlen!

Dunja Sörensen
Gast
Member

trifft es auf den punkt!!!!!

Nina
Gast
Member
Nina

Früher war alles besser! Gestern war zum Beispiel Sonntag! grin

M. Abend
Gast
Member
M. Abend

Ich bin zwar nicht aus Flensburg aber wenn ich lese, dass das Flensburger Nachtleben anhand eines Bowlingcenters, einer Disco und einem schmutzigen Mc Donalds fest gemacht wird, dann kann ich nur sagen, dass der Verfasser sien e Hausaufgaben nicht gemacht hat. Das sowas gedruckt wird, empfinde ich dann eher als peilnilch. Erstmal den Job richtig machen und dann vernünftig bewerten. ich komme gerne mal von Kiel nach Flensburg hoch, und das nicht ohne Grund…

Jan Kampen
Gast
Member
Jan Kampen

Ich komme zwar rein, aber diese merkwürdige Pseudo-Tür-Politik macht den Laden sehr unsympathisch, deswegen will ich da mit Freunden nie mit. Und zu viele fallen drauf rein und machen das dann erst zu einer „elitären Veranstaltung“. Totaler Quatsch. Ich würde eher Läden wie Irish Pub o.ä. empfehlen. Es gibt ja auch viele nette Cafes.

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