Der Lichthof des derzeit in Bau befindlichen Kaysers Hof, ein kĂŒnftiges neues Hotel in Flensburg

Die von der Stadt Flensburg mit einem ambitionierten Zeitplan vorgesehene EinfĂŒhrung der Tourismusabgabe ist in der Ratsversammlung abgelehnt worden. Gleichzeitig wurde mit großer Mehrheit die Erhöhung der Beherbergungsabgabe beschlossen. Anstelle einer gestuften Abgabe nach QualitĂ€t (in Sternen) sollen kĂŒnftig 7,5 Prozent des Übernachtungspreises erhoben werden. In AbhĂ€ngigkeit vom Übernachtungspreis wird die Abgabenhöhe damit zwei- bis dreimal so hoch sein wie heute.

Die IHK hat sich in der Vergangenheit wiederholt öffentlich gegen die geplante Abgabenerhöhung ausgesprochen, weil diese Flensburgs Position im Wettbewerb mit anderen touristischen Zielen der Region schwÀcht sowie die Beherbergungsbetriebe zusÀtzlich belastet.

„Die Ablehnung der Tourismusabgabe ist ein Zeichen dafĂŒr, dass die Stadt Flensburg darauf schlecht vorbereitet war“, so Uwe Möser, PrĂ€sident der IHK Flensburg. Was an anderen Orten im Land bereits mit hoher Akzeptanz funktioniert, konnte hier nicht optimal dargestellt werden. Mit der Ablehnung eine Erhöhung der Bettensteuer um ein Vielfaches zu verknĂŒpfen, ist ein falsches Signal, um die touristische Entwicklung in Flensburg voranzubringen. „Hinzu kommt, dass durch die Grundsteuererhöhung Mehreinnahmen entstehen, die ihrem eigentlichen Zweck – dem Ausbau des KiTa-Angebotes durch 120 neue Stellen – noch nicht zugefĂŒhrt werden können. Diese Stellen mĂŒssen erst noch geschaffen werden.“ Diese wie auch die ungeplanten Mehreinnahmen aus den GewerbesteuerertrĂ€gen könnten hinzugezogen werden, um den Finanzierungsbedarf zu decken.

Tourismus ist insbesondere in Flensburg ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Nicht nur Hoteliers, Privatvermieter und Gastronomen profitieren von der touristischen Nachfrage. Auch Handel, Dienstleistungs-, Verkehrs- und nachgelagerte Unternehmen, etwas aus dem Handwerk, generieren direkt oder indirekt UmsÀtze aus dem Tourismus. Tourismusförderung ist daher immer auch Wirtschaftsförderung. Sie bedarf einer breiten Finanzierungsbasis.

Quelle: IHK Flensburg

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