Es ist Deine, Unsere, Eure Stadt, lasst uns was draus machen…

Seit dem Wochenende gibt es neues vom Harniskai zu berichten. Das Gelände wurde von einer Gruppe besetzt, welche kurzerhand das Projekt „Luftschlossfabrik“ ins Leben gerufen haben. Eine Infotafel am Eingang verdeutlicht die Intention, welche hinter der Besetzung steckt.

© Fördeschnack
© Fördeschnack

Die Gruppe versteht sich als ein Zusammenschluss loser Personen, welchen der Erhalt und die sinnvolle Nutzung des brachliegenden Geländes am Herzen liegt. Kultur, Kunst, Handwerk und Soziales – das sind die Gesichtspunkte, unter derer das Gelände in Zukunft genutzt werden soll.

Die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung wird mit den zahlreichen Etatkürzungen der Stadt Flensburg begründet. Nun stehen sie da – die bunten Bauwagen und Wohnmobile. Die Löcher im Gelände wurden provisorisch aufgefüllt, Hinweisschilder errichtet.

Nun bleibt abzuwarten was passiert – erfolgt die vorläufige Duldung durch die Stadt? Unwahrscheinlich ist jedoch, dass die Investoren rund um die Harniskaispitze eine Räumung beantragen – hierfür müssten sie ja ihre sorgsam gepflegte Deckung verlassen.

Diese Aktion ist eine weitere Bekundung des steigenden Unmutes der Flensburger Bürger, welche sich in Fragen der Politik und Bauplanung immer häufiger ausgeschlossen fühlen. Das letzte Zeichen wurde durch rote Farbe am Klarschiff gesetzt – nun ist also das nächste Projekt in Angriff genommen worden.

An diesem Ort soll nun das Leben selbstverwaltet und frei entfalten – und somit der Kultur Raum geben, und dem Vandalismus auf dem Gelände Einhalt gebieten. Auch soll die vorhandene Bausubstanz erhalten werden. Es liest sich ambitioniert – warten wir ab, in welche Richtung sich das Projekt entwickelt.

 

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  • endlich mal eine gute Idee in Flensburg

  • Gute Idee, viell. Kommen die verantwortlichennHerren aus dem Rathaus ja jetzt endlich mal aus m Knick!

  • danny

    Es wird nicht von einer Besetzung, sondern von einer Nutzung gesprochen! (wichtig) Offen für alle. Wer interessiert ist, vor allem im Gespräch Kunst auszustellen, komme vorbei. Mit den Menschen vor Ort reden und gucken was dort tatsächlich passiert ist sehr erwünscht.

  • Und welche Etatkrzungen sind da konkret gemeint? Wei das jemand?

  • ^^ein bisher subjektiver eindruck deines freundes 😉 doch ich kann mir gut vorstellen das dort das ein oder andere kulturelle happening mit hand und fuss auf die beine gestellt werden kann… wer weiss wie sich das dort entwickelt, welche mitstreiter sich noch finden… das konzept vom autonomen zentrum „die ganze bckerei“ am hafermarkt zb. ist richtig gut umgesetzt worden, mag die idee…!!! 🙂

  • Danke Arne aber wer hat nochmal der Highship Firma die erlaubnis frs bescheien der Stadt erteilt ? xDDDD Vielleicht kommt ja die misteriuse Wirtschaftswunder Firma doch vorbei und kehrt auf Ihrem Areal, aber das ist sehr unwarscheinlich 😉

  • Ich wars nicht, Fabian 😉
    Das Gelnde gehrt jedenfalls nicht denen, die in dem Beitrag benannt werden. Mein Link sollte nur dezent darauf hinweisen, dass es da auch eine rechtliche Dimension gibt.

  • Sie erheben ja keinen Besitzanspruch sondern nur einen Nutzungsanspruch, und bevor dort gar nichts passiert weil die Stadt sich hat auf den Arm nehmen lassen ist das so viel besser genutzt. Gerade da Kultur ja in der heutigen Zeit sowieso kaum Mittel hat. Also eine Art der Brgerinitative zur mithilfe zu einer besseren Stadt.

  • Ich habe weiter oben schon die bislang unbeantwortete Frage nach den Mitteln gestellt…

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