Arne Rüstemeier: „Unerfüllbare Sicherheitsauflagen und Bürokratie dürfen nicht dazu führen, dass die Traditionsschiffe, die ein wichtiger Bestandteil unseres Hafens sind, aufgegeben werden!“ Eine klare Forderung  an Bund und Land diskutiert die Flensburger Ratsversammlung am Donnerstag. Mit einer vom CDU-Ratsherrn Arne Rüstemeier initiierten Resolution soll noch einmal Druck auf das Bundesverkehrsministerium gemacht werden. Auch die Landesregierung wird aufgefordert, sich nach ihrer Wahl noch einmal zu positionieren.

„Es gibt zwar Signale von Staatssekretär Enak Ferlemann, dass das Ministerium Hürden beim Umbau nehmen will“, so Rüstemeier, „aber viel größer sind die körperlichen Anforderungen an das Personal. Nach wie vor werden Crews von Traditionsseglern und der Alexandra mit Passagierschiffpersonal gleichgestellt. Das ist unverhältnismäßig!“

Rüstemeier weist darauf hin, dass es sich bei den Besatzungen in erster Linie um Ehrenamtler handele, die zum Teil nach Ausscheiden aus ihrem Beruf die alten Schiffe als Steckenpferd gewählt haben. Zugleich verglich er die Anforderungen mit denen für Atemschutzgeräteträger bei der Freiwilligen Feuerwehr: „Für manche Prüfung muss man extrem fit sein, weil man davon ausgeht, dass zwischen Oslo und Skagen viel auszuhalten ist. Wir befinden uns aber zwischen Flensburg und Kollund!“

Bei der Neufassung der Sicherheitsverordnung hat Rüstemeier bereits mit der damaligen Bundestagsabgeordneten Sabine Sütterlin-Waack auf Rücksichtnahme des Bundesverkehrsministeriums auf den Erhalt der Schiffs-Oldtimer gedrungen. „Die Traditionsschifffahrt repräsentiert unser maritimes Erbe“, so Rüstemeier. Dass es neue Sicherheitsregeln geben muss, und dass es dabei auch zu Verschärfungen kommen muss, bestreite nicht einmal der Dachverband GSHW. Die deutsche Ausführung des europäischen Rahmens sei nach Rüstemeiers Sicht aber „wieder 150-prozentig“ und werde so zur Existenzfrage für wesentliche Teile der Traditionsschifffahrt.

Den Resolutionsentwurf unterstützen alle Fraktionen, die im Flensburger Rat vertreten sind. „Für die breite Unterstützung bin ich sehr dankbar, und ich hoffe, dass alle ihre Kontakte nach Berlin im Sinne der Resolution nutzen werden“, so Rüstemeier abschließend.

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