Und täglich grüßt das Murmeltier. Ich finde es immer wieder sehr interessant, wie von der Politgilde her versucht wird, den Menschen zu erklären, wie sie was zu tun und zu lassen haben, wenn es auch in den privaten Bereich geht.

Von systematischer Blockade im gewerblichen Bereich, unter dem Deckmantel von großen Vorhaben und gewissen Gutachten mal ganz abgesehen. Wenn ich schon höre, Klimapakt in Bezug auf Autos raus aus der Stadt, aus angeblich berufenem Munde und mir dann anschaue, wie den Menschen, die auf ökologische Stromgewinnung setzen, die größten Schwierigkeiten gemacht werden, um sich im privaten Bereich klimaneutral zu verhalten, bekomme ich Schnappatmung.

Was nun vorgeschlagen wird, haben andere Städe doch schon hinter sich und rudern nach bitteren Erfahrungen wieder zurück. Der Weg zurück hat allerdings viele Menschen viel Geld gekostet, nicht selten die Existenz. Das ist den verantwortlichen Politikern natürlich egal, es war ja nicht Ihr Geld.

Ich finde auch den Vergleich zu den Niederlanden sehr interessant, da werden wieder Birnen mit Äpfeln verglichen, auch wenn beide auf Bäumen wachsen, es passt nicht. Verwaiste Innenstädte, boomende Einkaufszentren auf der grünen Wiese, mit kostenfreien Parkplätzen sind die Folge. Genau das, was man angeblich vermeiden möchte, aber wie man sieht doch gut forciert. Vielfach in anderen Städten, mit wirklichen Verkehrsproblemen vorgelebt, aber scheints bei Hinterweltlern immer noch nicht angekommen.

Sicher macht es Sinn das Verkehrsaufkommen zum einen zu prüfen, zum anderen in gewissen Bereichen auch so weit zu überdenken, das es für die Menschen zum Vorteil sein kann, unter Berücksichtigung der örtlichen Umstände, wenn dort etwas geändert wird.

Generell den Menschen zu erklären, Ihr könnt ja mit dem Bus fahren, nur weil man selbst begeisteter Fahrradfahrer ist, bringt da sehr wenig und erreicht eher das Gegenteil. Ich erkläre keinem, der sich das Verhalten einiger Mitbürger im Bereich des ÖPNV ansieht, das ist nun der Weg, der Dich in die Stadt führt und wieder zum Auto. Alles Wunschdenken und vorgeschobenes Öko-blabla.

Die Einkaufszentren werden sich freuen, die Geschäftsbetreiber werden fluchen und verfluchen. Auf der einen Seite wurde doch von der Politik ein gutes Hotel gewünscht in der Stadt, was nun gerade entsteht, dann aber vom großen Stadtplaner der NUR in der Woche zu 80% ausgelastete Parkplatz vor deren Tür als geeignete Fläche für Poetri Slam und urbane Gestaltung gesehen, gehts noch verrückter?

Die Erfahrung zeigt zwar, das komplexes Erfassen von unterschiedlichen Zuständen schon recht schwierig ist, nur warum trauen sich das gerade immer Menschen zu, die es nachweislich nicht können?

Macht mal, Ihr bekommt das schon alles kaputt und könnt dann auch sagen, wir wurden vollkommen überrascht von der Situation, damit konnte man ja nicht rechnen… doch konnte man, wollte man nur nicht, wider besseren Wissens mit Beratungsresistenz.

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1 Kommentar auf "Schluss mit dem Unsinn an der Schiffbrücke – ein Leser macht sich Luft"

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Henning Ro
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Henning Ro
Moin, peinlich hier auch noch anonym so einen „Leserbrief“ zu schreiben. Offensichtlich mit der Haltung: „Mir doch scheiß egal was mit meinem Klima oder der Luft ist. ICH will Auto fahren.“ Beschämend genug dass man in Flensburg gefühlt immer mit dem Auto fahren „muss“ um zu gewissen Zeiten zu gewissen Orten zu kommen (Und ich meine nicht Nachts). Und ja: Ich bin bekennender Autofahrer. Aber solange nicht jeder Mensch bereit ist einen kleinen Schritt zu tun wird nichts passieren und dann werden wir ja sehen was wir davon haben. Und übrigens: Würde und hätte die Politik den Bürgern nicht auch… Weiterlesen >>
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