© Fabian Horst

Der Beschluss zur QualitĂ€tsoffensive in unseren Kitas wurde Ende 2015 einstimmig gefasst – auch mit den Stimmen von WiF und FDP. Alle waren sich damals darin einig, dass man das Konzept fĂŒr die notwendige Finanzierung noch gemeinsam entwickeln wollte. Schade, dass sich jetzt nicht mehr alle Fraktionen der Verantwortung stellen wollen. Kommunalpolitisch aktiv zu sein bedeutet auch sich der Verantwortung zu stellen und sich nicht wegzudrĂŒcken, wenn Antworten gefragt sind.

FĂŒr die SPD war immer klar, dass eine Elternbeitragserhöhung nicht in Frage kommt, denn Bildung und Kitabetreuung sind Aufgaben, die von der Gemeinschaft getragen werden mĂŒssen und nicht allein den Eltern aufgebĂŒrdet werden können. Wir haben hier Wort gehalten und stehen dazu.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Trost erklĂ€rt: „Ca. 10.000 Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher bekommen direkt die positiven Wirkungen der Kita-Offensive zu spĂŒren. Ein besserer Bildungsstart fĂŒr die Kinder, eine verlĂ€sslichere Betreuung, bessere Arbeitsbedingungen fĂŒr alle BeschĂ€ftigten, auch die, die bisher Teilzeit gearbeitet haben, sind nur die direkten positiven Folgen der QualitĂ€tsverbesserungen in den Kitas.“

„Man darf die indirekten positiven Folgen zum Beispiel fĂŒr Arbeitgeber nicht unterschĂ€tzen. In Zeiten des FachkrĂ€ftemangels wird das ein klarer Standortvorteil bei der Mitarbeiteranwerbung sein. Wir mĂŒssen den FachkrĂ€ftemangel zum Beispiel in der Pflege so schnell wie möglich beseitigen. Davon ist ganz klar auch die Ă€ltere Generation betroffen.. Die Kita-Offensive allein wird das Problem nicht lösen, aber sie legt den Grundstein dafĂŒr, dass wir das Problem in den Griff bekommen“, ergĂ€nzt Florian Matz, Kreisvorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Ratsfraktion: „Wir sagen nicht nur, was wir erreichen wollen, wir sagen auch, wie es bezahlt werden soll. Das ist die Verantwortung, die wir als Ratsfrauen und -Herren ĂŒbernommen haben. Diese tragen wir auch, wenn nicht alle jubeln.“

Helmut Trost und Florian Matz verhehlen nicht, dass Ihnen eine geringere Grundsteueranhebung lieber gewesen wĂ€re: „Als SPD-Ratsfraktion wollten wir, dass auch die Gewerbesteuerzahler ihren Beitrag leisten. Denn Gewerbebetriebe sind nun einmal unmittelbare Nutznießer der Standortvorteile, die Flensburg bietet. Viele ihrer Mitarbeiterinnen in Unternehmen können dort nur deshalb beschĂ€ftigt sein, weil die Kinder in unserer Stadt so gut betreut werden. Die Last gerecht auf alle Schultern zu verteilen und die Gewerbetreibenden einzubeziehen war politisch leider nicht mehrheitsfĂ€hig.“

Quelle: SPD Kreisverband Flensburg

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