Flensburg: Einsätze mit Kindern zählen für die Mitarbeiter des Flensburger Rettungsdienstes zu den schwersten Einsätzen. Verletzte oder schwer kranke Kindern zu versorgen und in die Krankenhäuser zu bringen, sind dennoch Aufgaben, die im täglichen Dienst zu bewältigen sind. „An den Einsatzorten kann es vorkommen, dass Eltern oder vertraute Personen der Kinder nicht anwesend sind“, so Carsten Herzog, der Chef der Flensburger Berufsfeuerwehr, „um die Kinder ein wenig trösten zu können, haben wir seit Jahren ein drittes Besatzungsmitglied auf unseren Rettungswagen, einen Teddybären.“

Der bisherige Vorrat drohte zu Neige zu gehen und so haben in den letzten Monaten 100 örtliche Unternehmen für neue Teddybären gespendet. 880 dieser „Trösterbärchen“ mit Namen „Tommy“ wurden am Montag bei der Berufsfeuerwehr an den Rettungsdienst übergeben. Das Teddybärenprojekt gibt es in Flensburg bereits seit vielen Jahren. „Anfangs haben die Kollegen selbst gesammelt und Kuscheltiere mitgebracht“, so Herzog.

„Tommy soll ein wertvoller Unterstützer für die Einsatzkräfte sein“, erläutert Herzog, „kleine Kinder können sich häufig nicht richtig mitteilen, so dass unser Personal Schwierigkeiten bei der Lokalisierung von Schmerzstellen hat. Anhand von Teddy „Tommy“ können die Kinder zeigen, wo es weh tut.“

Der aktuelle Vorrat von 880 neuen Teddybären wird etwa 2-3 Jahre halten. Jeder Rettungswagen in Flensburg hat immer einen „Tommy“ an Bord um Kinder in Notlagen ein wenig zu trösten und die Behandlung zu erleichtern.

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